Jean-Louis Borloo, der Umweltminister von Frankreich hat vergangene Woche einen Gesetzentwurf präsentiert, der Handywerbung verbieten soll, die sich an kinder unter zwölf Jahren richtet. Zudem will die Regierung neue Grenzwerte für Handystrahlung einführen und die Hersteller verpflichten, ihre Gerät nur noch mit Headsets zu verkaufen.
Im September des vergangenen Jahres hatte die EU von ihren Mitgliedsländern gefordert, strengere Grenzwerte für Handystrahlung einzuführen. Die Maßnahmen in Frankreich richten sich vor allem an Kinder. Ihr Umgang mit Mobiltelefonen soll eingeschränkt werden.
Eine Untersuchung in Schweden hat festgestellt, dass Kinder fünfmal so gefährdet einen Gehirntumor zu bekommen, als Erwachsene, wenn sie Mobiltelefone nutzen. So warnt jetzt auch das Umweltministerium in Frankreich, dass sich "die Nutzung von Mobiltelefonen unter Jugendlichen mit hoher Geschwindigkeit ausbreitet" und, dass Jugendliche gegenüber der Strahlung "sensibler sind, da ihre Körper sich noch in der Entwicklung befinden."